Realisierte 26er Drehorgel Notenband- und MIDI-Steuerung

 

Und immer sind irgendwo Spuren Deines Lebens...
Zum Gedenken an Josef Schmidt

 


Josefs 26er mit Notenband- und MIDI-Steuerung:

Eine 20er Drehorgel hat Josef schon gebaut. Warum die Werkzeuge aus den Händen legen? Er nutzt die Erfahrungen und beginnt den Bau einer 26er.

 

 

Deutlich kann man im Vergleich zur 20er die zusätzlichen 4 Pfeifen in der Melodie erkennen.

Bei gleichen Gehäuseabmessungen müssen die Begleit- und Basspfeifen gut verschachtelt werden. Der Raum neben dem Balgensystem wird ebenfalls genutzt. Ein Blick auf die Unterseite der Orgel zeigt die Anordnung der übrigen Pfeifen.

 

 

 

 

 

Josef hat die alternative Steuerung, Notenband oder MIDI sehr schön gelöst. Seine Ventile sind wertgestaltet. KFZ-Relais kann man günstig kaufen. Sie sind sehr robust und verfügen über einen ausreichend großen Ankerhub. Für den Selbstbauer, der bis hierhin eine Drehorgel gebaut hat, wird wahrscheinlich wie hier, Eigenbauventile verwenden.

In diesem Fall hat Josef den Öffnerkontakt entfernt. Eine kleine elastische Ronde deckt das Ventilrohr für den MIDI-Betrieb ab. Der PVC-Block (grau) stellt, vereinfacht gesagt ein T-Stück dar. Das Röhrchen, das nach unten zeigt, ist mit dem Ventilkasten verbunden. Das obere Rohr wird mit der Steuer- (Loch-) Leiste in Verbindung gebracht.

 

T-Stück und Relais sind auf einer einseitig kaschierten Leiterplatte montiert, bzw gelötet. Deutlich kann man die Leiterbahnen sehen.

 

Bericht über einen 100 Stück Selbstbau siehe hier: Ventile Selbstbau

 

 

Sie enden mit 2 Pfosten für einen Stecker auf der Oberseite  - ein gutes Beispiel für übergreifende Techniken im Drehorgelbau!

 

 

Links im Bild kann man ein unmodifizierte Relais erkennen. Auf der rechten Seite befindet sich das Relais ohne Öffnerkontakt. Die Lötungen sind in der Mitte auf der Leiterplattenunterseite zu sehen.

 

 

 

         Ventilkasten mit darauf montierten Ventilen für MIDI-Betrieb

 

Ventilkasten und Pfeifenstück hintereinander aufgestellt

 

   August 2011:

Inzwischen hat Josef die MIDI-Steuerung in seine 26er eingebaut. Standardmäßig ist der Kartenleser mit auf der Controllerplatine. Josef hat den Schacht von der Platte entfernt und mit einer kleinen Leiterplatte versehen. Über die Kabelverbindung sollen die Signale laufen.

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass bei Kabelverbindungen das Widerstandsnetzwerk von der Controllerplatte mit auf die kleine Adapterplatte übertragen werden muss.

 

Seit Ende 2012 hat Michael Benz einen Controller mit abgesetztem Kartenleser im Programm:

 

 

Man erkennt oben die LCD-Anzeige mit SD-Kartenschacht und Hauptschalter,
Bedienknöpfe an der Seite im Steuerkasten,
Controllerplatine seitlich am Steuerkasten und
unter der Walze die Treiberplatte

 

Gratulation zu dieser schönen Orgel

 

    Dezember 2011:

Steuerungskasten

Die Frage ist aufgetaucht, welche Notenrollenbreite verwendet werden soll. Im Original ist die Breite von 110mm vorgesehen worden. Leider gehen Bandbreiten und Dispositionen bei Orgeln mit mehr als 20 Tönen noch weiter auseinander, als sie schon bei dieser Orgelgröße gibt. Im Drehorgelbau ist dummerweise nichts genormt.

Josef hat sich für die 130mm Variante entschieden. Er verbreiterte alle notwendigen Teile am Steuerkasten. Auch die Pfeife 1a hat er, wie auf dem Bild zu sehen ist, in Richtung Rückwandmitte gekröpft.

 

Dagegen hilft eigentlich nur MIDI. Hier erübrigt sich die Frage.

 

Falls noch nicht über MIDI informiert, hier geht's weiter...

MIDI in Drehorgel