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Von einer Idee zur
Drehorgel |
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Musikinstrumente haben mich seit jeher fasziniert. Schon der Anblick dieser manchmal verschlungenen Röhren und Tasten an Trompeten, die vielfachen Schallerzeuger, wie Saiten, Stimmen und Pfeifen – alles im richtigen Moment für eine entsprechende Dauer und Stärke erregt, ergibt eine Klangwelt. Dahinter steckt stets an altes Handwerk, welches die Gesetze der Natur anwendet. Die erlernte Physik findet man in den Tonerzeugern deutlich bestätigt. Ich habe es stets bedauert, dass mir als Kind kein Instrument nahe gebracht werden konnte. So bleibt mir nur, mich an gesammelten Gegenständen zu erfreuen. Eine Alternative besteht darin, einen Musikautomat zu bedienen. Dazu gehört eben eine Drehorgel. Sie ist ein Instrument, kombiniert mit einem Programmwerk. Die erforderliche Energie führt meist der Mensch zu – also ein einleuchtendes Verfahren für Nichtinstrumentenspieler. So ergab es sich, dass ich in der Vorweihnachtszeit 2005 einen Drehorgelspieler in der Fußgängerzone beobachten konnte. Als Impuls mitgenommen und im Internet recherchiert, sah ich es bald als Herausforderung an, mir selbst eine Drehorgel zu bauen. Das Internet war zwar sehr aufschlussreich über die Geschichte, Techniken und diverse Programmwerke, doch schienen Bauunterlagen leider nicht erhältlich. Nach einiger Zeit traf ich auf Unterlagen aus einem Selbstverlag. Zwischen den Feiertagen 2005/06 wurde das erste Material bestellt. In der Folge durfte ich (meiner Frau sei gedankt) meinen Werkzeugvorrat um eine Bandsäge, Schleifband und Fräsmaschine erweitern. Dreh-, Bohrmaschine, Oberfräse und die üblichen Handwerkzeuge waren vorhanden. Anfang August 06 konnte ich die erste Melodie spielen. Zu Dezemberbeginn 2006 ist die Orgel soweit fertig, dass ich sie auch vorstellen mag. Sicherlich sind Optimierungen noch möglich, aber vorerst ist das Gröbste geschafft. Die Gedanken und Tätigkeiten gehen weiter. Da ist die Entwicklung einer durch Software gestützten Steuerung (MIDI in/out). Sie erlaubt ein freies Programmieren von Musikwerken. Außerdem gestattet sie eine Zwangssteuerung der Ventile. Die Zuverlässigkeit und Reaktionszeiten werden an dieser Stelle verbessert. Spät ist meinem Alten Herrn zu danken. Er drängte mich vor dem Studium ein Handwerk zu erlernen. Noch heute profitiere ich von seiner Haltung…
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