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Gesamtauslegung: Kröpfungen |
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Zuerst habe ich versucht alle Pfeifen der Melodien und Begleitung auf
eine Basis (Grundplatte) zu stellen. Bass- und Subbasspfeifen mussten wegen ihres
Volumens in der Orgel so verteilt werden, dass sie montierbar blieben
und spieltechnisch die richtigen Freiräume behielten. Das gilt besonders
für den Luftaustritt aus dem Aufschnitt. Weiterhin war zu überlegen, wie man so viel wie möglich Kröpfungen umging. Es ist bei dieser gewünschten Kompaktheit nicht zu umgehen gewesen, dass im Bereich der Bass- und Violinpfeifen doch Abwinkelungen nötig sind. Leider ist es bei einer Pfeife erforderlich, dass sie zweimal gekröpft werden muss. Bei der Konstruktion ist auf die besonderen Erfordernisse der Pfeifentypen Rücksicht genommen worden. Es ist bekannt, dass Kröpfungen einen Kompromiss
darstellen. Die handwerkliche Ausführung muss sehr gewissenhaft gemacht
werden, der Spielraum in der Intonation ist enger, die Betriebsparameter
müssen gleichbleibend gegeben sein, kurz es sollte schon
Fingerspitzengefühl und Erfahrung vorliegen.
In einigen Planungsstudien sind die verschiedenen Anordnungen der Pfeifen innerhalb eines vorgegeben Gehäuses untersucht worden. Als Ergebnis ist mitzunehmen, dass ich auf das Register "unda maris" mit seinen offenen Pfeifen verzichten muss. Die Pfeifen wären nicht unterbringbar. Daher bleibt hier nur ein Platz für kürzere Pfeifen anderer Klangart. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, jedoch im Hinterkopf schon geplant.
(Bilder aus Klaus Werkstatt) |
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