Pfeifen mit Kröpfungen

Aus Platzmangel müssen lange Pfeifen in der Regel mindestens 1x bis 2x gekröpft werden. Dies hat zur Folge dass die betreffenden Pfeifen kritisch werden in der Ansprache, Das muss mit den stehenden Wellen (Strom und Spannungsbauch) ähnlich der magnetischen Wellenlänge einer Antenne zu tun haben. Durch die Krümmung wird dem in der Pfeife sich vorwärtsbewegenden Luftstrom ein quasi Verschluss vorgegaukelt, die Pfeife schwingt jetzt in der Quintlage ähnlich dem Oktavieren, nur die Ursache ist eine andere. Um ein Quintieren möglichst zu vermeiden sollten die Eckausbildungen in 2x 22.5 grad Gehrungen gemacht werden. Dabei sollte die kürzeste Ecke etwas mehr als der Durchmesser der Pfeife bekommen.

Für die Eckverbindungen bei grösseren Pfeifen mit mehr als 10mm Holzstärke nehme ich ein sog. Lamellogerät und lamelliere die Ecken.

Bei sehr kleinen Pfeifen kann man mit einer Feinsäge welche ca .9 mm Weg hat die Ecken mit einer Furnierfeder zusammen machen. Eine auf diese Weise gemachte Pfeife wird niemals an der Gehrung brechen. Das gilt besonders bei den Pfeifen im Untergeschoss der Orgel wo die Pfeifen nicht mal 3cm über der Grundfläche sind. Beim Verladen ins Auto sind mir 2 Pfeifen gebrochen.

Fazit: alle gekröpften Pfeifen unbedingt an den Gehrungen (federn).