Steuerung: Treiberplatte - vom Datenstrom zur Mechanik


Signale aus dem Controller kommend, beschreiben in der Hauptsache die Tonhöhe und zeitliche Länge. Auf der Treiberplatte werden die verschiedenen Töne auf die entsprechenden Ausgänge geleitet. Dieses muss jedoch in einer bekannten Ordnung erfolgen.

So habe ich gemäß der verschiedenen Tonhöhen der Orgel eine Programmier-MIDI-Datei erstellt.. Dazu diente mir ein downloadbares Freewareprogramm. In der Ansicht Piano Roll sind die Töne nacheinander vom tiefsten bis zum höchsten Ton als ein  ½ -Tonlänge aneinandergereiht worden. Also zunächst G auf Anschluss/Port 1, dann A auf 2 usw.

Bei einigen Beispielmelodien fand ich mit Hilfe des Programms noch Trommelbegleitungen. Man hat gewöhnlich 3 Trommeln auf  fiktive Tasten gelegt, die außerhalb der Orgeltöne liegen (meist unter G). Um für eine eventuell spätere Erweiterung Rechnung zu tragen, habe ich sie gleich mit in die Ports programmiert. Kompatibel zu den  Melodien , liegen drei Trommeln auf C, D, E. Die Trommeln  habe ich gegenüber der ersten Fassung nun auf Port 1 (für C), 2 (D), 3 (D) bestimmt. Erst jetzt folgen die Pfeifentöne  G (Port 4), A (5) usw.

In der Begleitung und Melodie gibt es gleiche Tonhöhen. Durch unterschiedliche Pfeifengeometrien ergibt sich jedoch ein anderer Klang. Damit diese Trennung durch MIDI erkannt wird, hat vereinfacht gesagt, jede Pfeife eine separate Nummer (MIDI-Nr.).

Um Gegengesang innerhalb des Musikstückes zu trennen, werden alle Aktivitäten in einem separaten Channel (hier Nr. 2) festgelegt. Man stelle sich ein Musikstück vor, in dem unterschiedliche Instrumente spielen. Sie werden auf diese Art auseinander gehalten.

Der Treiberplatte liegt eine Programmieranleitung vom Hersteller (www.j-omega.co.uk) bei.

 

Treiber- und Relaisplatten, die gerade mit Kabeln konfektioniert werden. Es fehlen noch die Stecker/Buchsen-Kombinationen.

Als individuelle Besonderheit sind noch entsprechend viele Relais (Power-Treiber) nötig. Unsere verfügbaren Solenoide ziehen leider einen Strom von ca 1 A, zuviel für die Treiberplatte. Käufliche (= teurere) Solenoide mit < 0,5A hätten diesen Umweg nicht nötig.

In diesem Fall werden 2 der abgebildeten Relaisplatten benötigt.

 

 

Inzwischen ist eine eigen entwickelte Treiberplatte erhältlich. Drücke nebenstehenden Button Treiberplatte