Montage Prototyp + Neuaufbau mit Video (siehe unten)


Es ist immer ein besonderer Moment, wenn der Konstrukteur erstmalig den fortgeschrittenen Zusammenbau sehen darf. So ist es im Mai 2009 geschehen.

Klaus hatte intensiv an der Herstellung der vielen Einzelteile gearbeitet und ist inzwischen schon weit mit dem Zusammenbau voran gekommen. Ich muss seine sorgfältige Ausführung bewundern. Alles passt wie geplant, die Maße für die gesamte Technik ist nicht überschritten worden.

 

 

 

 

Man erinnere sich: die Orgel soll in einem durchschnittlichen Haushalt von einem Zimmer über den Flur, um die Kurve in ein anderes zu fahren sein. Deutlich kann man zwei Ebenen (Grundgestell) erkennen: unten die Zwischenplatte, die die meisten Basspfeifen trägt. Darüber ist die Grundplatte angeordnet. Sie trägt das Kanzellenbrett mit dem Pfeifenstock. Einige Violinmelodiepfeifen stehen schon an ihrem Ort.
Ganz schwach kann man den Raum für das Balgensystem hinter der doppelt gekröpften Pfeife sehen.

 

 

 

 

 

 

 



Da normalerweise Zwischen- und Grundplatte auf Leisten im Gehäuse aufliegen, es aber noch nicht vorhanden ist, hat Klaus sich mit Gewindestangen als Abstandshalter beholfen. Eine gute Lösung, um den technischen Zusammenbau beginnen zu können.

 

 


Im Hintergrund steht ein "Modulträger". In und seitlich an ihm sind die Subbasspfeifen angeordnet. Der Träger nimmt auch die Ventillade und die Steuerbox auf.

Der Modulträger steht auf der Zwischenplatte (unterste Ebene). Auf seinem Fuß ruht das Balgensystem. Die Kurbellagerung ist nahe bei den Windeinlässen für die Windlade geplant.

Die Subbasspfeifen sind an eine Art Tür montiert. Das erleichtert im Servicefall den Zugriff nicht nur auf die Pfeifen, sondern auch auf das Balgensystem.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sieht man die technische Rückseite (das Gesamtgehäuse fehlt noch) der Orgel.

Auf dem Modulträger ist die Windlade und die Steuerbox zu erkennen. Die geschlossene Fläche ist die oben erwähnte Servicetür. Sie ist links angeschlagen.

 

 

 



Auch an die aufwendige Verschlauchung muss gedacht werden. Rohrbögen garantieren gleichen Querschnitt bei scharfen Richtungsänderungen.

Nachdem Klaus schon soweit mit der Montage vorangeschritten ist, muss ich mich beeilen um mithalten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

Die gesamte Pfeifenbestückung ist zu sehen:

Ganz unten die Bässe und im Hintergrund an der Rückwand liegend montiert, die Hilfsbässe (1 Oktave höher).

Im Vordergrund 2 Reihen gedackte Melodiepfeifen und die dazugehörigen Begleitpfeifen sind rechts und links angeordnet.

Die gleichen Töne als offene Pfeifen und Anzahl befinden sich dahinter. Die langen offenen Begleitpfeifen sind gekröpft.

Dahinter sind zwei Reihen je 13 Pfeifen Gegengesang aufgestellt. Die vordere Reihe ist in gedackter und dahinter in offener Version. Ihre Länge wird durch Kröpfung reduziert.

 

(oben Bilder aus Klaus Werkstatt)

 

 

 

 

Inzwischen konnte ich dank Klaus Hilfe auch mit dem Zusammenbau beginnen.

Dabei konzentriere ich mich zunächst um die Luftführung. Von der Windlade ausgehend, werden über Schläuche die Kanzellen verbunden.

Bei den Melodie- und Begleitpfeifen ist in der Planung schon der Anschlussort an der Windlade berücksichtigt worden. Damit sollen Kreuzungen verhindert bzw. minimiert werden.

 

 

 

 

 

 

Sind Melodie und Begleitung angeschlossen, kann ich bei dieser Disposition schon mal die Orgel mit 20er Melodien spielen lassen. Den nötigen Wind beziehe ich über einen Seitenkanalverdichter.

Selbstverständlich ist eine Intonation vorher durchgeführt worden. Ich bin begeistert über den voluminösen Klang. Wie wird es erst sein, wenn die Bässe angeschlossen sind?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ausprobe ist gemacht und Optimierungen sind festgelegt.
Der endgültige Zusammenbau kann nun erfolgen.

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...und hier ein Video, dass er mit seinem Sohn erstellt hat: Video
auch zu sehen unter
youtu.be/u2y9vKWSiNM

   Mitte 2015

Christian ist ebenfalls von dem Projekt begeistert.

Nachdem er eine 20er Drehorgel gefertigt hat, ist schnell der Wunsch entstanden, mehr Klangvolumen zu haben. In der Vorbereitung hat er mehrere Ausstellungen und Museen besucht und sich gründlich über die Bauarten informiert.

Er kann gut seine beruflichen Erfahrungen im Holzbereich mit seinen Kenntnissen in der Elektronik verknüpfen.

Fotos seiner Arbeit findet man in den Beschreibungen der Baugruppen.

 

 

Anmerkung:

Die Konstruktion der 43/13er beruht noch auf einer mir damals (2005) geläufigen Software. PowerPoint ist eigentlich eher für Präsentationen geeignet als Zeichnungen damit zu machen. Es entstand ein Werk, dass zwar stimmig ist, jedoch im Detail dem Erbauer einige Entscheidungen überlässt. Damit ist gemeint, dass nicht jede Schraube, Freimachung und Schlauchführung gezeichnet ist. Außerdem ist die Gehäusegestaltung frei in den Händen des Errichters.

Darüber hinaus sind aber Beschreibungen und Hinweise zu den einzelnen Baugruppen vorhanden. Selbstbauer mit Erfahrung können sich nach meiner Beobachtung mit Christian, durchaus ans Werk machen...

 

 

 

 

 

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