Beobachtung über umlaufenden Wettersatelliten

Einige Jahre später erhielt ich erneut einen Impuls.

Wettersatelliten beobachten die Erdoberfläche. Zunächst beschränkte ich mich auf Versuche, Satelliten auf relativ niedrig um die Erde geführte Bahnen zu empfangen.

Der Bau von daraufhin optimierten Empfängern und Antennen bedeutete die nächste Herausforderung. Die Erdoberfläche war nicht mehr als Karte mit Zeichen zu sehen, sondern ein Abbild des Wettergeschehens über etwas mehr als der Fläche von Europa.

Die Ergebnisse waren wohl in Ordnung. Jedoch fällt einem störend auf, dass es während einer Empfangsphase gelegentlich zu unschönen Rauscheinbrüchen kommt. Es fehlte eine automatische Antennenausrichtung gemäß dem Lauf des Satelliten. Der Aufwand schien mir gerechtfertigt, wenn ich eine Stufe höher auf der Ausrüstungsscala steigen würde.

Gemeint ist der Empfang und Dekodierung der digital ausgesendeten Signale. Ich baute ein entsprechendes Antennensystem, leistete mir einen PC-Einschub, der, verbunden mit der dazugehörigen Software, die Aussendungen dekodierte.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Bei gutem Wetter waren die Alpentäler bis gelegentlich hin zu Autobahnabschnitten zu erkennen. Die Software gestatte weitere Informationen abzurufen. Interessant war für mich die Temperaturmessung der betrachteten Oberfläche (Wolke, Erde, Vulkanschlot, Meer usw).

Nachteilig empfand ich an dieser Empfangsart, die ständige Bereitschaft des PCs. Gelegentliche Empfangsversuche bringen der fortlaufenden Beobachtung keinen Vorteil. Mir erschien der Aufwand für einen separaten und kontinuierlichen Lauf von Rechnersystemen zu unbequem.

Ich kann es nicht erklären, aber irgendwie ist die Möglichkeit über Amateurfunksatelliten weltweit in Kontakt zu treten, von mir bis heute noch nicht genutzt worden. Vielleicht kommt das ja noch...